CDU Gemeindeverband Schutterwald Gemeinsam stark für Sie. Menü

13.11.2015

CDU Gemeindeverband Schutterwald besichtigt die Badischen Stahlwerke in Kehl

Von Rolf-Heinz Herrmann

Mit insgesamt 23 interessierten Personen besichtigte der CDU Gemeindeverband Schutterwald am vergangenen Freitag Abend im Rahmen seines Jahresprogrammes die Badische Stahlwerke GmbH in Kehl.


Die BSWzählt zu den weltweit führenden Elektrostahlwerken und beliefert ganz Europa mit hochwertigem Stabstahl und Walzdraht. 
Zur Kehler Unternehmensgruppe gehören 12 vielfältig spezialisierte Firmen, bei­spiels­weise die BSE, die BAG und die BSN.  
Rainer Oßwald und sein Kollege Max Kalbfleisch führten die Besucher zunächst in die Firmengeschichte ein und stellten das Unternehmen in einer 20 minütigen Filmpräsentation vor.
Vor dem Betriebsrundgang und einer Sicherheitsbelehrung wurden alle Teilnehmer mit Helm, Schutzbrille, Gehörschutz und Schutzkittel ausgestattet. 

Hohe Qualitätsanforderungen
Um die hohen Qualitätsansprüche der Produkte zu erfüllen, kommt dem Einkauf von Rohstoffen eine be­sondere Bedeutung zu. So muss beispielsweise Schrott frei von jeglicher Kontaminierung, Radioaktivität und möglichen Hohl- und Sprengkörpern in geschlossenen Behältnissen sein. Hierzu erfolgen intensive Kontrollen sofort bei der Entladung des angelieferten Schrotts. 

Vom Schrott zum Stahl in nur vier Stunden
Es war faszinierend zu erfahren, dass vier Stunden nach Anlieferung des Rohmaterials die fertigen Stahlerzeugnisse zum Abtransport bereit­liegen. Hierfür sind alle Arbeitsabläufe exakt geplant und werden mit hohem technischen Aufwand über­wacht. 

Im Stahlwerk schlägt nicht nur das Herz der Stahlproduktion, sondern auch die Besucher erlebten hautnah die „heftig pulsierende und feurige Leidenschaft“. Hier wird der Stahlschrott (130to. in durchschnittlich 40 Minuten) auf eine Temperatur von ca. 1600°C zu sogenannten Knüppeln eingeschmolzen und danach in den Walzwerken mit hohen Poduktionsgeschwindigkeiten von bis zu 360 km/h zu den Fertigprodukten Stabstahl und Draht umgeformt.
Und noch eine Zahl macht die Leistungsfähigkeit der Walzwerkanlagen deutlich:
Die Gesamtlänge des Drahtes einer Jahres­pro­duktion liegt bei annähernd 3,5 Millionen Kilo­metern und würde die Erde damit 85 Mal um­spannen. 

Umweltschutz
Die BSW arbeitet seit 1976 kontinuierlich und erfolgreich an ihrem Umweltschutzprogramm und hat 1997 als erstes Stahlwerk ein Umweltmanagementsystem gemäß Öko-Audit-Verordnung EMAS eingeführt. Seit 2000 ist das Unternehmen nach DIN EN ISO 1400 1 zertifiziert und hat die Stahlproduktion in ein geschlossenes Recyclingsystem verwandelt. 

Wie beeindruckt die Besucher waren zeigte sich in den regen Diskussionen untereinander und Fragen an die beiden Betriebsführer, bei denen sich Vorsitzender Rolf-Heinz Herrmann am Ende der Betriebsführung mit einem kleinen Weinpräsent bedankte.